HUNDE STAR

ALLES WAS MAN ÜBER HUNDE


 

Augen, Ohren und Zähne

 

Aus den Augen muss das sich in den Winkeln ansammelnde Augensekret entfernt werden, da es sonst zu Entzündungen kommen kann, die Ohren werden 1-2 Mal in der Woche überprüft. Von eigenen Reinigungsversuchen mit Wattestäbchen etc. ist abzusehen, da die Gefahr von Verletzungen oder dem Hineindrücken von Schmutz in den tieferen Gehörgang besteht - bei konkreten Anlässen sollte der Tierarzt das übernehmen.

Die Zahnpflege übernimmt der Hund selber, wen er feste Hundekuchen oder Kauknochen bekommt. Nur wenn es zu vermehrtem Zahnstein kommt, muss dieser vom Tierarzt entfernt werden.

Auch die Krallen sollten eigentlich keiner großen Beachtung bedürfen, da sie bei ausreichender Bewegung von selbst kurz gehalten werden. Sollte das nicht der Fall sein, kann man sie mit einer speziellen Krallenschere abschneiden.

Im Winter sollten die Ballen der Pfoten gegebenenfalls mit speziellem Balsam eingerieben werden, damit sie in der Kälte nicht rissig werden. Gerade in der Stadt, wo noch immer Streusalz verwendet wird, ist ein intakter Ballen wichtig. Am besten spült man nach dem Spaziergang zudem Salzreste von den Pfoten.

 

 

Parasiten

 

Sie sind nicht willkommen, aber trotzdem immer wieder zu Gast: Parasiten wie Flöhe, Zecken und Würmer. Auch eine gründliche Fellpflege kann ihr Auftauchen nicht verhindern. Wenn die ersten Anzeichen zu erkennen sind - häufiges Kratzen des Hundes, Floheier oder -dreck an den Lieblingsplätzen des Tieres, Würmer oder Wurmabschnitte im Kot, dann ist schnelle Hilfe gefragt.

Zecken werden mit guter Handarbeit entfernt. Mit einer speziellen Zeckenzange ist das bald kein Problem mehr. Sollte der Hund kurz nach einem Zeckenbiß Fieber bekommen oder andere Zeichen von deutlichem Unwohlsein zeigen, suchen Sie besser einen Arzt auf, da sich Zeckenbisse entzünden können oder die Zecke Krankheiten überträgt. Wenn Sie mal eine Zecke übersehen sollten, so fällt sie von selber ab, nachdem sie sich vollgesogen hat. Präparate, die vor Zecken schützen sollen, sind mit Vorsicht zu genießen - sie sorgen teilweise nur für ein Absterben der Zecken, nachdem diese sich schon in der Haut verankert haben, so dass sich die Stellen rasch entzünden, wenn der Hund sich dort kratzt - und die toten Zecken fallen nicht mehr von alleine ab.

FlöheFlöhe können mit entsprechenden Ungezieferpudern und Präparaten, die in den Nacken geträufelt werden und von dort über die Haut wirken, bekämpft werden. Auch Spezialshampoos helfen dabei, die Tierchen los zu werden. Vorbeugend kann ein Flohhalsband gegen einen neuen Befall schützen, allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Hund es nicht in den Mund bekommt. Denken Sie auf jeden Fall daran, auch den Schlafplatz des Hundes und andere Lieblingsorte zu reinigen, denn ansonsten starten die Flöhe von dort eine Neubesiedlung.

Zweimal im Jahr sollten Sie eine Wurmkur durchführen, um auf Dauer Gesundheitsstörungen und Stoffwechselerkrankungen zu verhindern. Zudem ist es auch für Ihre eigene Gesundheit besser, vor allem wenn Kinder in der Familie sind.

 

 

Fellpflege

 

Sicherlich ist ein kurzhaariger, robuster Hund weniger aufwändig in der Pflege als ein langhaariger oder einer, den Sie für Ausstellungen fit machen wollen. Es gibt jedoch einige Bereiche, die bei jedem Hund gepflegt und beachtet werden sollten. Die Pflege dient nicht nur der Hygiene, sondern auch der sozialen Bindung. Der Hund sollte Ihnen gestatten, ihn zu bürsten, seine Augen, Ohren, Fußballen etc. zu untersuchen, ohne sich zu wehren oder Sie gar anzuknurren. Wenn Sie diese Möglichkeit nicht haben, ist der Hund entweder verletzt und empfindet die Berührung deswegen als extrem unangenehm - oder Sie müssen ihre Position als "Rudelführer" dringend festigen!

BürsteFellpflege bezieht sich meistens nur auf Kämmen bzw. Bürsten, was immer mit einer Bürste mit abgerundeten Borsten oder einer Spezialbürste aus dem Fachhandel geschehen soll. Gerade in den Zeiten des Fellwechsels in Frühjahr und Herbst sind Hunde oft dankbar, wenn Sie ihnen helfen, die alten Haare loszuwerden, was bei langhaarigen Hunde auch eine beachtliche Menge sein kann. Lösen Sie größere Verklettungen erst mit den Fingern, dann mit einem grobzinkigen Kamm und schließlich mit einer Bürste.

Geschnitten wird das Haar manchmal im Sommer, wenn es sehr heiß ist, oder wenn es mit nicht auswaschbaren Substanzen verklebt ist. Wenn sich ein Bad nicht vermeiden läßt, sollte immer eine rückfettende Seife bzw. ein spezielles Hundeshampoo verwendet werden. Achten Sie beim Baden darauf, dass kein Seifenwasser in Augen oder Ohren des Tieres dringt - am besten stellen Sie ihn maximal bis zum Bauch in lauwarmes Wasser.

 

 

Ernährung:

 

Es gibt eine sehr große Auswahl von Fertigfutter, das die Ernährung des Hundes recht problemlos macht, zumal es mittlerweile auch fertiges Spezialfutter für verschiedene Altersstufen, gesundheitliche Einschränkungen und Bedürfnisse gibt. Die Ernährung mit Frischfutter ist sicherlich insofern besser, als dass Sie genau kontrollieren können, woraus das Futter Ihres Hundes nun tatsächlich im Einzelnen besteht und Sie Kontrolle über die Qualität der Zutaten haben - was aus einer Hundefutterdose fällt, ist letztlich doch eine reine Sache des Vertrauens. Doch mit Frischfutter müssen Sie selber darauf achten, dass Sie alle für den Hund notwendigen Nährstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe integrieren, so dass es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Das ist eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe - der Hund lebt nicht vom Fleisch allein!

NapfFertigfutter gibt es in "nass" und in "trocken" - beides ist auf seine Art ausgewogen und empfehlenswert. Dosierungen richten sich nach Art, Größe und Alter des Tieres und können meistens auch auf den Packungen gefunden werden. Allgemein gilt, dass es zwei Mahlzeiten täglich geben sollte, möglichst zu festen Futterzeiten, so dass sich der Hund darauf einstellen kann und danach ein bißchen Ruhe zum Verdauen hat. Es gibt Hunde, wie zum Beispiel Labradore, die kein wirkliches Sättigungsgefühl mehr haben. Sie können essen, auch wenn sie längst genug Nahrung aufgenommen haben. Hier müssen Sie besonders darauf achten, dass das Tier nur die Menge bekommt, die es auch braucht, und sich nicht überfressen kann.

In jedem Fall ist es wichtig, dass dem Hund immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht - auch wenn es ihn nicht davon abhalten wird, einen Schluck aus dem Gartenteich zu nehmen.

 

 

Die Checkliste - Wohnung und Finanzen

 

Wohnung

Hält ihre Wohnung einen Hund aus? Mindestens wird er Haare verlieren, was gerade bei langhaarigen Hunden ein nicht unerheblicher Faktor ist, und sein Spielzeug durch die Gegend schleppen. Im Extremfall kann der nicht kontrollierte Drang, an etwas Herumzukauen, schlecht für Teppiche, Sofas und Schuhe ausgehen. 
Sicherlich kann man, wenn man die Wohnung makellos halten möchte, den Hund auch nach draußen in einen ausreichend großen Zwinger bringen, und viele Tiere schätzen durchaus ihr eigenes Reich. Aber wenn Sie ihn - außer Sie haben ohnehin einen Wachhund - nie ins Haus lassen wollen, dann sollten Sie sich fragen, warum Sie überhaupt einen Hund haben möchten.

Stellen Sie sicher, dass alle Familienmitglieder damit einverstanden sind, dass der Hund zumindest einige Räume des Hauses selbstverständlich benutzen darf. Das schließt auch bereits vorhandene Haustiere ein! Überlegen Sie vorher, ob Sie ihrer Katze, ihrem bereits vorhandenen Hund oder anderen Tieren einen neuen Gefährten zumuten können und achten Sie darauf, dass ihr neuer Hund nicht durch frühere schlechte Erfahrungen eine spezielle Abneigung gegen bestimmte Tiere hat.

Finanzen

Die nächste Frage betrifft die finanziellen Faktoren. Ein Hund ist oft, wenn es sich nicht um ein Rassetier vom Züchter handelt, recht günstig zu bekommen, doch er wird durchschnittlich zehn Jahre alt werden und bringt während der gesamten Zeit bestimmte Fixkosten mit sich. Das sind Hundesteuern, Haftpflichtversicherungen, Tierarztkosten für Impfungen, Entwurmungen und die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten, und die Kosten für Ernährung und Pflege, von allerlei kleinen Extras wie Spielzeugen, Leckerlies, Leinen etc. ganz abgesehen.

Auch der rechtliche Rahmen muss unbedingt bedacht werden: läßt der Mietvertrag die Anschaffung eines Hundes zu oder gibt es Einschränkungen z.B. betreffend der Größe oder Rasse?

Alle Punkte geklärt? Dann steht dem neuen vierbeinigen Familienmitglied nichts mehr im Wege.

 

Die Checkliste - Zeit und Raum

 

Zeit

Kann für den Hund genug Zeit aufgebracht werden? 
Das bezieht sich nicht nur auf 30 Minuten schnell mal Gassi gehen am Tag. Gerade große Hunde brauchen sehr viel mehr Bewegung, um gesund zu bleiben.

uhrHinzu kommt der nicht zu unterschätzende Aufwand für die Erziehung. Wer sich einen Welpen zulegt, wird mit ihm zumindest zeitweise in die Hundeschule müssen. Viele Hunde freuen sich, wenn sie Tricks beigebracht bekommen oder man auf andere Weise intensiv mit ihnen arbeitet. Der dritte Zeitfaktor sind Pflege und Versorgung des Hundes. Im besten Fall beschränkt sich das auf das Bereitstellen von Futter und Wasser, aber langhaarige Tiere brauchen eine aufwändigere Fellpflege, hinzu kommen Tierarztbesuche und gelegentliche Krankenpflege.

Wenn sicher gestellt ist, dass es mindestens eine Person gibt, die bereit und in der Lage ist, ihre Zeit mit dem Hund zu teilen (und das sollte nicht der völlig begeisterte 12jährige Sohn sein, der verspricht, alles für einen Hund zu tun, denn letztlich bleiben viele Dinge doch an einem der Elternteile hängen), dann ist die wichtigste Grundlage für das neue Familienmitglied geschaffen. Bedenken Sie dabei auch Faktoren wie zukünftige Berufstätigkeit und Urlaubsplanung!

Raum

Ist genügend Raum für den Hund vorhanden?
Es ist jedem klar, dass eine Dogge in einer 2-Zimmer-Wohnung fehl am Platze erscheint. Es gibt generell Hunde, die mehr Auslauf brauchen als andere, die stillere Vertreter ihrer Art sind. Während einige Rassen mit dem Spaziergang "um den Block" ganz zufrieden sind, könnten andere - wie zum Beispiel Huskies - am liebsten den ganzen Tag herumrennen.

Viele Hunde entwickeln psychische Störungen, wenn sie nicht ausgelastet sind, weil ihre Umgebung für den Bewegungsdrang nicht ausreicht. Wenn der Hund alleine im Garten herumlaufen kann, muss für eine ausreichende Absperrung gesorgt sein, also z.B. für einen Zaun, der nicht zu überspringen und nicht zu unterbuddeln ist.

 

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